15.09.2019: Nashörner und Murchinson Falls Nationalpark

Tyson ist unser Tourguide ab heute für die nächsten zehn Tage. Er begrüßt uns freundlich an der Rezeption, es gibt eine kurze Besprechung über den Ablauf der nächsten Tage. Heute wollen wir Nashörner aufsuchen und den Tag in einem Hotel an den Murchinson Falls beenden.


Wir laden in unser Gepäck in den Toyota Landcruiser, der acht Leuten Platz bietet. Die Tour beginnt auf dem Expressway, den wir bereits vorgestern befahren haben. Hinter Kampala wird die Straße wieder zu einer einfachen Landstraße, die sich durch die Orte schlängelt. Auch am Sonntag ist der Verkehr sehr dicht und das geschäftige bunte Treiben unterscheidet sich nicht von Werktagen. Als die dichte Besiedlung auflockert und wir endlich Fahrt aufnehmen können, beginnt das Fahrgestell des in die Jahre gekommenen Toyotas heftig auszuschlagen. Das Fahrzeug beruhigt sich wieder, doch wenige Kilometer später wiederholt sich der Vorgang. Tyson stoppt im kleinen Ort Bombo und telefoniert. Die Fahrt mit diesem Fahrzeug endet hier, es muss ein Ersatzfahrzeug aus dem Norden anreisen. Wir überbrücken die Wartezeit mit Fotografieren des Lebens an der Hauptstraße und dem Aufenthalt in einem Restaurant, in dem wir die lokale Küche testen. Nach und nach fällt uns ein, was wir noch benötigen könnten. So kommt es zu dem merkwürdigen Versuch Knopfbatterien zu kaufen.




Nach 3 ½ Stunden kommt endlich unser Ersatzfahrzeug, zeitgleich mit der Ankündigung, dass am Nashornpark erneut das Fahrzeug gewechselt wird. Wir setzen die Reise fort und kommen am späten Nachmittag am Rhino Park an. In den Zeiten des Krieges in den 70’er Jahren wurden alle Nashörner Ugandas ausgerottet. Anfang der 90’er wurde der „Ziwa Rhino Sanctuary“ gegründet. Mit Nashörnern aus diversen Ländern, sogar aus den USA, hat man es geschafft, eine Population mehrerer Familien auf 26 Tiere aufzubauen. Ein Parkwächter führt uns vorsichtig, aber dennoch sehr nahe, an die weidenden Gruppen heran. Die tiefstehende Sonne lässt schöne Fotos entstehen.




Als wir den Park verlassen wollen, gibt es erneut ungewohnte Geräusche am Fahrzeug. Tyson stellt fest, dass beim letzten Radwechsel versäumt wurde, die Radmuttern fest anzuziehen. Dadurch haben wir bereits einige der Muttern verloren, die restlichen halten das linke Vorderrad gerade noch fest. Tyson zieht die restlichen fest und nimmt noch einige aus den Ersatzradbefestigungen. Wenige Kilometer weiter treffen wir auf das entgegenkommende neue Ersatzfahrzeug. Catha und Claudia teilen dem Fahrer und Manager ihren Unmut mit, kurze Zeit später wird die Fahrt fortgesetzt. Wir rechnen hoch und kommen zu dem Schluss, dass wenn wir den Schnitt so halten etwa 30 Fahrzeuge auf unsere Tour verschleißen werden.


Es ist noch ein weiter Weg bis zur Murchison River Lodge. Es wird dunkel, sehr dunkel. Tyson wird nervös, denn der Zugang zum Nationalpark, in dem der Park liegt, schließt um 19:30 Uhr. Doch gutes Zureden hilft und wir dürfen noch in den Park. Die Straße wird sehr holprig und wir erreichen um 21:00 Uhr das Camp. Dies ist der nördlichste Punkt unserer Uganda Rundreise. Wir sind nun etwa 150 Kilometer zur Grenze zum Südsudan entfernt und wieder ganz nah an der Grenze zur DR Kongo. Wir beziehen unser Lodges, mit Zelten und komfortablen Badezimmern. Es gibt noch ein spätes Abendessen und wir fallen erschöpft ins Bett.

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