04.02.2020: Missionsstationen

Wir verlassen Posadas nördlich und suchen die Missionsstation Santa Ana auf. Etwas mehr als 30 Kilometer finden wir diesen Ort der Jesuiten, die im 17. Jahrhundert begannen, die Indianer zu missionieren. In fast 200 Jahren bauten sie mehrere große Missionsstationen auf, die sich heute über Argentinien und Paraguay verteilen. 1897 entdeckt und zwischen 1940 und 1948 erstmalig aufwändig restauriert, wurden die Arbeiten wieder aufgenommen und großzügige Museen hinzugefügt.
Das gekaufte Ticket gilt für alle Missionsstationen n Argentinien. So führt uns der Weg weiter ins wenige Kilometer entfernte Loreto, ebenfalls eine Missionsstation. Es ist jedoch sehr wenig übrig, so dass viel Phantasie dazugehört um sich das lebendige Treiben vorzustellen.
Der Höhepunkt ist die weitere 15 Kilometer entfernte Missionsstation San Ignacio Mini. Sie ist die intakteste der drei Ruinen. Man erkennt gut dass „Guarani- Barock“. In der Blütezeit lebten annähernd 4.000 Guarani in der Siedlung.
Im 19. Jahrhundert wurden die Anlagen zerstört und die Jesuiten ausgewiesen. Die Indianer versuchten wieder ihre traditionellen Lebensweisen aufzunehmen.
Ostwärts geht es weiter, in das etwa 200 Kilometer entfernte El Soberbio. Die Fahrt führt durch große Teeplantagen und üppiges Grün. Ein schönes Fleckchen Erde. Im Ort angekommen, müssen wir feststellen, dass die gebuchten Zimmer in der Anlage „Aires del Monte“ gut 30 Kilometer auf der „Routa 2“ nördlich liegt. Dort angekommen, empfängt uns eine freundliche terrassenförmig angelegte Bungalowanlage im Grünen. Gleich gegenüber, getrennt durch die sehr schwach befahrene Straße, zieht der Rio Uruguay vorbei. Durch den Fluss ist die Grenze nach Brasilien gezogen. Pool, Waschmaschine, das schöne Restaurant auf einer Holzterrasse und ein tolles Essen, ganz argentinisch um 21:00 Uhr serviert, machen den Abend kurzweilig.

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