17.09.2019: Murchinson River Lodge – Kibale Guest Cottage

Natürlich folgen wir den Weisungen unseres Fahrers „exactly at 7 o‘ clock“ geduscht, fertig gefrühstückt und mit abfahrbereitem Gepäck an der Rezeption zu stehen. Heute erwartet uns eine lange Ausfahrt von 450 Kilometern. Nach einer Fahrt durch authentische Dörfer kommen wir wieder der auf die breite Ausbaustrecke, die in wenigen Jahren offensichtlich eine breite Teerstraße von Nord nach Süd sein wird. Die Ölförderung bestimmt die Entwicklung der Region, leider auch mitten im Nationalpark.



Vorbei am Albert Lake fahren wir Richtung Süden. Die flache Landschaft wechselt wieder zu einer hügeligen. Gegen Mittag stellt Tyson an einer Tankstelle Druckverlust am linken Vorderrad fest. Die Felge hat einen Schlag abbekommen und muss gerichtet werden. Das ist in einer halben Stunde erledigt. Während vier mit Argusaugen den Reparaturvorgang beobachten, erkunden Jost und Rainer das „erste Haus am Platz“ in der sonst sehr trostlosen Stadt. Nach Eintragung ins Besucherbuch und Händewaschen (Pflicht, am Eingang), dürfen wir auf die Gartenterrasse und trinken neben gewichtigen afrikanischen Geschäftsleuten zwei Cola.


Die Fahrt kann weitergehen und in einem kleinen geschäftigen Städtchen nehmen wir unser „Lunch Pack“ aus der Lodge ein. Einige Kinder beobachten jede unsere Bewegungen und bekommen Trinkpacks, Muffins und Bananen geschenkt. Wir werden durch schöne Fotos belohnt. Die Fahrt geht weiter in den Südwesten Ugandas, der Vulkanregion. Hier, im Vorland, wird Tee angebaut. Es ist die Haupteinnahmequelle der Region. Die Landschaft verändert sich von staubigen Städten wieder zu einer lieblicheren Region. Teefelder, üppige Gärten und Wäldchen bestimmen nun die Landschaft.


Jetzt gibt es ein neues Problem. Der Motor hat keine Leistung mehr. Wir werden von völlig überladenen Kleinbussen spielend überholt. Die Stimmung von Tyson sinkt merklich. Wir halten in „Fort Portal“. Während wir Kaffee bestellen., fährt Tyson während unseres geplanten Stopps in eine Werkstatt. Das Problem lies sich scheinbar schnell lösen, nach 20 Minuten erscheint er freudestrahlend zurück. Eine Einstellung stimmte nicht, das Problem war schnell gelöst. Unser Toyota scheint nicht im besten Zustand zu sein, doch laut Tyson ist es sein Traumauto. Für uns eher unser Alptraumauto. Es ist nun nur noch knapp eine Stunde bis zu unserem heutigen Ziel, der Kibale Cottage Lodge. Wir treffen in einer tollen Hüttenanlage am Rande des Kibale Nationalparks ein. Diesen werden wir morgen erkunden. Heute wird noch gewaschen (lassen), gegessen und Reisebericht geschrieben, sowie die unzähligen Fotos versucht zu sortieren.

Am frühen Abend, als wir gemeinsam auf der Terrasse der Lodge sitzen, rumpelt es deutlich spürbar. Als wir die Bedienung der Lodge auf diese für uns sehr ungewöhnliche Bewegung ansprechen antwortet sie eher beiläufig, dass dies ein Erdbeben war. Ein wenig beunruhigt uns die Antwort auf unsere Frage, ob dies öfter vorkommt, denn sie wird mit „No“ beantwortet.

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