06.09.2019: Canopy Adventure – Guided Walk im Nyungwe Nationalpark


Wir werden wieder von Alex abgeholt. Er soll uns zum „Uwinka Reception Center“ fahren, einer Station im Nationalpark. Entlang der 31 Kilometer durch die Berge stehen alle paar Hundert Meter Wachposten in Militäruniform. Sie sollen Wilderei sowie ungewöhnliche Bewegungen in Grenznähe beobachten. Zudem wird, um dem wachsenden Tourismus eine Chance zu geben, alles für die Sicherheit der Touristen im Land getan. Wir erreichen das Visitor Center um kurz nach 9:00 Uhr. Ausschließlich mit Wanderführer kann man die Wanderungen von hier aus starten. Dafür ist eine stattliche Gebühr von 60 US$ pro Person fällig, die sofort von der Kreditkarte, andere Zahlungsmittel werden nicht akzeptiert, eingezogen werden. Wir finden uns zu einer Gruppe von 5 Leuten und zwei Wanderführern zusammen, werden mit Wanderstöcken ausgerüstet und beginnen unser kleines Abenteuer. Der Weg startet bei 2.450 Metern und geht hinunter auf 2.295 Meter. Dort werden wir über eine sehr schmale, jedoch 170 Meter lange Hängeseilbrücke geführt.

Das Tal ist tief unter uns und anfangs ist es wohl jedem etwas mulmig. Viele Tiere sehen wir unterwegs nicht, ein Eichhörnchen setzt sich jedoch fotogen in Pose. Wieder am Visitor Center angekommen, ist es bereist Mittagszeit. Jost bestellt Beef Stew mit Reis, unser Nachbartisch ein Gericht mit gekochten Bananen. Dies ist kaum serviert, da stürmt ein beachtlicher Affe heran und in Sekundenschnelle hat er alle Bananen von einem der Teller geklaut und verzehrt sie anschließend genüsslich in einer Baumkrone. Für den weiteren Verlauf der Mahlzeit steht nun wachend ein Kellner mit Wanderstock zur Abwehr bereit. Was für ein Glück für Jost: Beef- Stew steht anscheinend nicht auf dem Speiseplan der Dschungelbewohner.

Wir fahren wieder zurück zur Lodge und verbringen einen geruhsamen Nachmittag in der schönen hoch gelegenen Anlage bei Temperaturen um die 20 Grad. Am Abend lockt wieder das Lagerfeuer. Anders als in Burundi sind einige Touristen aller möglichen Nationalitäten in Ruanda unterwegs und es gibt einiges auszutauschen.

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