23.08.2017 Guantanamo

Von Santiago in die östlichste Provinz

 

Gestern war der Himmel bedeckt, daher beginnt der heutige Tag mit einer Fototour durch die historische Altstadt Santiagos. Ein Highlight, die in den Fels geschlagene „Padre-Pico-Treppe“, finden wir direkt vor unserem „Casa Particular“. Wir gehen zum Meer, sehen den Uhrenturm und den „Malecon“. Trompeter schonen ihre Nachbarn und üben im noch leeren Park neben der Hafenverwaltung. Wir queren den „Parque Cespedes“ und bestaunen die hervorragend sanierte „Catedral Nuestra Senore de la Anuncion“. Der Platz ist eingerahmt von sanierten Kolonialbauten. Ein Stück weiter steht das imposante „Museo Municipal Emilio Barcadi Moreau“. Die Marke Barcadi hatte vor der Revolution ihren Stammsitz in Santiago. Nach wenigen hundert Metern, durch kleinere Straßen um die nervtötenden Motorradfahrer zu meiden, geht es vorbei am Karnevalsmuseum zum schattigen „Plaza de Dolores“. Der Rückweg führt über die belebte Fußgängerzone mit ihren übersichtlichen Läden.

Wir verlassen Santiago südwärts. Eine mächtige Festung sichert an der Einfahrt zur Bucht von Santiago die Bevölkerung vor Piraten. Bauskandale gab es schon immer: erst fehlte es an Geld und der Baubeginn der durch den Militärarchitekten der Anlage fertig geplanten Burg wurde verschoben. Erst 17 Jahre nach seinem Tod wurde begonnen, die Bauzeit dauerte nochmal 60 Jahre. Inzwischen ging es mit der Piratenzunft zu Ende, so dass die Burg eigentlich nie ihre eigentliche Aufgabe erfüllen konnte. Von ihr hat man eine schöne Sicht auf die Bucht, das karibische Meer und Cayo Granma, einer kleinen Insel in der Bucht. Eigentlich hatten wir geplant sie zu besuchen, doch sind die Fährverbindungen unzuverlässig.

So reisen wir weiter nordostwärts und erreichen die östlichste Provinz Guantanamo. Weltbekannt durch die Präsenz der Amerikaner in der Bucht vor der gleichnamigen Stadt. Von einem Aussichtspunkt auf einer Hügelkette kann man auf das umstrittene Areal blicken.

Eine Weile fahren wir die Küstenstraße am karibischen Meer entlang bevor wir ins Landesinnere fahren und ein Gebirge überqueren. Ziel ist das Städtchen Baracoa am Atlantik. Während es auf der südlichen Seite sehr trocken ist, wird der nördliche Teil mit viel Regen bedacht und ist üppig grün.

Im Ort finden wir das von Santiago aus gebuchte „Casa Particular“. Wir sind überrascht: es ist das bisher schönste und großzügigste unserer Reise.

Die am Nachmittag ruhig wirkende Stadt entpuppt sich am Abend als sehr lebhaft und bietet viele Möglichkeiten zum Ausgehen.

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