20.08.2017 Kubas Unterwelt

Höhlenexpedition

 

Der ambitionierte Hotelmitarbeiter hat uns gestern eine Wanderung durch eine Höhle ans Herz gelegt. Das Angebot haben wir gerne angenommen und so treffen wir uns um 9:00 Uhr am Strand (die Tour ist nicht staatlich organisiert, daher etwas abseits des Hotels). Unser Führer Frank führt uns vorbei an seinem Haus, wo wir professionelle Ausrüstung aufnehmen: Helm, Stirnlampen und LED- Taschenlampen. Weiter geht es über eine kurze Strecke zu der natürlichen Höhle im Kalkstein der Küste. Sie verfügt über vier Ebenen und ein drei Kilometer langes Tunnelsystem. Gesteine aus Carbon glitzern, Stalagtiten und Stalagniten sind zu sehen, aber auch einige Inschriften vorhergehender Besucher, zurückgehend bis auf das Jahr1883.

Ein Highlight sind die vielen Fledermäuse, die sich gerade in der Paarungszeit befinden. Sie schwirren um unsere Köpfe. Eine tolle Chance das geheimnisvolle Leben zu fotografieren.

Dann kommt der echte Höhepunkt: das Schwimmen im unterirdischen See. Das Wasser hat mit 23 Grad für Kubaner arktische Temperaturen, für uns ist es der Weg endlich auf „Normaltemperatur“ zu kommen. Und das in traumhafter Kulisse! Wir genießen das Bad und schwimmen zwischen den Millionen Jahre alten Säulen. Auf dem Rückweg kommt uns noch eine große Gruppe entgegen, unser Führer ist entsetzt: zu viele Menschen, keine Helme, schreiende Kinder, Badelatschen… Wir sind froh, früh losgegangen zu sein.

Nach einer Pause bemühen wir wieder unser Auto, denn der laut Rezeptionist beste Strand liegt 18 Kilometer weiter westlich der Küstenlinie folgend. Eine nicht asphaltierte Straße führt in den kleinen Ort Caletones. Erst sind wir etwas frustriert, einen tollen Strand haben wir uns anders vorgestellt. Rainer fühlt sich wie in einem entlegenen Teil in Afrika. Wenn man sich etwas daran gewöhnt hat, ist alles prima: man muss den Kubanern folgen, wenn sie ins aufgebrachte Meer gehen. Nicht überall ist Sandstrand, manchmal sind scharfkantige Felsen unter der Wasseroberfläche. Die Strandschirme sind frei, kleine unauffällige Hütten bieten Getränke, Brote, Fisch und Süßwaren. Ziegen, Schafe und Schweine laufen über den Strand und die Straßen. Die Häuser sind sehr ärmlich. Dennoch, die kubanische Lebensfreude ist allgegenwärtig. Wenn Rainer die Kamera zum Fotografieren hebt, wird freundlich gewunken.

An den Hütten für Speisen und Getränke wird ausschließlich in kubanischen Pesos abgerechnet. Wir bekommen beim Bezahlen mit unseren CUC Wechselgeld in CUP, und erfreuen uns an den niedrigen Preisen, die für Kubaner dennoch fast unerschwinglich sind.

Wir kommen erholt von unserem Strandausflug zurück und genießen erneut einen schönen Abend im Restaurant „Los Amigos“, welches uns heute mit zwei gegrillten Hähnchen verwöhnt.

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